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Golf Warm-Up Routine

Eine solide Warm-Up Routine vor der Runde kann oft der kleine Unterschied zwischen einer guten Runde und einer großartigen Runde sein. Ein richtiges Aufwärmen ist für Spitzenleistungen in jeder Sportart unerlässlich.

Wenn du an einer professionellen Sportveranstaltung teilnimmst, siehst du immer Athleten, die ihre Warm-Up Routine vor dem Spiel durchlaufen. Profigolfer sind da nicht anders. Wenn Tour-Profis zum ersten Abschlag kommen, sind sie voll und ganz darauf vorbereitet.

Die meisten Amateure „wärmen“ sich jedoch auf, indem sie vom Auto zur Rezeption eilen, um einzuchecken und dann zum ersten Abschlag laufen. Alles innerhalb von fünf Minuten. 

In der Regel folgt darauf ein unruhiges Spiel auf den ersten fünf Löchern und endet mit einer weiteren enttäuschenden Runde.

Um dieses Syndrom zu vermeiden, empfehle ich dir eine Warm-Up Routine.

Wir alle wissen, dass die ersten paar Löcher beim Golf den Ton für den Rest der Runde angeben können – in guten wie in schlechten Zeiten. Eine großartige Warm-Up Routine stellt sicher, dass du an jedem beliebigen Tag das Beste aus deinem Golfspiel herausholst. Das Aufwärmprogramm gibt dir auch eine Struktur und einen soliden Prozess, damit du konzentriert bleibst, wenn du ein wichtiges Spiel oder Turnier vor dir hast.

In diesem Artikel zeige ich dir eine großartige Golf Warm-Up Routine. Du kannst sie auf deine Bedürfnisse und Fertigkeiten zuschneiden.

Bevor es mit der Warm-Up Routine losgeht

Was du in der kurzen Zeit vor einer Runde tust und überlegst, hat großen Einfluss auf deine Leistung auf dem Platz.

Früh auf den Platz kommen

Du brauchst genügend Zeit, um dein Golf-Trolley aufzubauen, deine Golfausrüstung einsatzfähig zu machen, die Anmeldung an der Rezeption zu erledigen, die Toilette zu benutzen, deine Schuhe zu wechseln usw.

Es ist wichtig, dass du dich nicht gehetzt fühlst. Also nimm dir Zeit, um die gesamte Aufwärmphase in einem gemächlichen Tempo zu absolvieren.

Denk daran, dass deine Warm-Up Routine das Tempo des Tages bestimmt, also bewege dich langsam und entspanne dich. Ich empfehle, dass du mindestens eine Stunde vor deiner Abschlagzeit am Platz eintriffst.

Routinen beruhigen deine Nerven

Mit einer Warm-Up Routine die Nerven beruhigen

Sieh dir die Tour-Profis an. Ihre Warm-Up Routine vor der Runde wiederholt sich sehr oft. Die Idee dabei ist, dass du am ersten Abschlag das Gefühl hast, alles getan zu haben, was du kannst, um dich auf eine großartige Runde vorzubereiten.

Wenn du weißt, dass deine gesamte Aufwärmzeit 45 Minuten beträgt, teilst du sie vorher auf, damit du genau weißt, wann du zum nächsten Teil übergehen solltest.

Dadurch fühlt sich auch die Zeit vor jeder Runde gleich an. Wenn es sich also um ein großes Turnier handelt, kann sich deine Warm-Up Routine genauso anfühlen, wie eine Runde mit deinen Kumpels. Das beruhigt die Nerven.

Muskeln und Gelenke aufwärmen

Die erste Phase besteht darin, deinen Körper zu lockern und das Blut zu den Muskeln fließen zu lassen. Wärme deine Hauptdrehpunkte in deinem Golfschwung auf. Die Hüfte, die Lendenwirbel- und die Brustwirbelsäule. Deine Schultern durchlaufen ebenfalls eine Vielzahl von Bewegungen.

Wichtig: Dehnung kann deinen Bewegungsumfang um bis zu 17 Prozent verbessern. Es hilft dir auch, Verletzungen zu vermeiden, und es hilft, chronische Gelenkschmerzen zu lindern.

Dieser Teil deines Aufwärmprogramms sollte etwa 15 Minuten dauern.

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Letzte Aktualisierung am 18.06.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Mit dem kurzen Spiel aufwärmen

Warm-Up Routine beim Putten

Das Putten macht 43 Prozent des Golfsports aus, und der Putt ist der langsamste und sanfteste aller Schläge im Golfsport. Es macht keinen Sinn, zuerst die Driving Range zu besuchen und gleich den Driver auszupacken und in deinem Körper Spannung für weite Schläge aufzubauen, nur um dann 15 Minuten lang fast bewegungslos auf dem Putting Green zu stehen.

Die langsame Bewegung des Balls ist eine gute Möglichkeit, Körper und Geist für das Spiel zu synchronisieren. Eines der Hauptziele dabei ist es, sich mit der Geschwindigkeit der Grüns vertraut zu machen.

Putten – Gefühl für die Grüns bekommen & Selbstvertrauen aufbauen

Beginne deine Warm-up Routine mit dem Schläger, den du in deiner nächsten Runde am meisten benutzen wirst – deinem Putter. Ein paar Putts zu machen, bevor du auf die Driving Range gehst, wird dir viel bringen.

Das gibt dir ein Gefühl dafür, wie die Grüns rollen, und hilft dir, etwas Selbstvertrauen aufzubauen, wenn du siehst, wie der Ball ins Loch geht.

Verbringe die ersten 5 Minuten damit, aus verschiedenen Positionen und aus verschiedenen Blickwinkeln auf ein Tee oder einen Ballmarker aus 6, 9 und 12 Metern Entfernung zu putten.

Beobachte den Ball und achte darauf, wie weit der Ball rollt.

Distanzkontrolle beim Putten ist von entscheidender Bedeutung. Und die Zeit, die du damit verbringst, das Tempo zu beurteilen, wird sich auf dem Platz auszahlen.

Viele Golfer beschweren sich oft darüber, dass die Grüns auf dem Golfplatz nicht die gleichen sind wie die Übungsgrüns. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Grüns ist der Leistungsdruck. Das Übungsgrün wird auf der gleichen Höhe mit dem gleichen Mäher geschnitten und ist in der Regel auf die gleiche Weise konstruiert wie die Grüns auf dem Platz. Die Putts, die du auf dem Platz rollst, zählen, und der Leistungsdruck lässt die Grüns anders erscheinen.

Du solltest dann noch etwa weitere 5 Minuten damit verbringen, die Putts bis zu einem Tee oder einem Ballmarker aus 3 Metern ran zu spielen. Putte nicht in ein Loch.

Du willst nämlich nicht sehen, wie der Ball das Loch verfehlt! Also benutze einfach das Tee oder den Ballmarker.

Wenn du Putts auf ein kleines Ziel wie ein Tee oder den Ballmarker machst, wird dir das Loch später riesig erscheinen. Und dein Selbstvertrauen wird hoch sein. Vertrauen ist entscheidend für gutes Putten.

Verbringe schließlich ein paar Minuten damit, möglichst viele kurze Putts mit einer Distanz von unter einem Meter einzulochen. Schaffst du möglichst viele oder alle der Reihe nach einzulochen wird es dir das perfekte Bild vermitteln: der Ball rollt jedes Mal im Loch.

Wichtig: Beende das Putting-Aufwärmen immer mit einem guten Putt, der ins Loch geht. Das ist großartig für dein Selbstvertrauen.

Chippen & Pitchen – Ballverhalten beobachten

Wenn du mit dem Putten fertig bist, schlag ein paar Chipps und Pitches um das Grün herum. Ein großartiges Chipping- und Pitching-Warm-Up sollte dir das Gefühl geben, dass du dich mit deinem Schlag wohlfühlst und die Schläge, die du auf dem Golfplatz ausführen wirst, sicher spielen kannst.

Achte darauf, wie der Ball auf bestimmte Lagen reagiert, wie sich der Ball auf dem Grün verhält und wie weit er nach der Landung hinausrollt. Auf harten Grüns rollt der Ball tendenziell stärker als auf weichen Grüns. Außerdem reagieren die Bälle bei verschiedenen Arten von Roughs unterschiedlich, wenn der Ball auf das Grün trifft. 

Wichtig: Der größte Teil deines Scorings findet rund um die Grüns statt, also konzentriere dich auf diesen Bereich deines Spiels.

Du hast wenig Zeit? Es ist besser, wenn du ein paar Putts machst und ein paar Übungsschläge auf dem Übungsgrün machst, als zur Driving Range zu gehen. Dein Putter wird dir immer einige Schläge mehr pro Runde ersparen als dein Driver.

Golf Warm-Up Routine auf der Driving Range

Lege zwischen jeweils 2-3 Schlägen eine vollständige Pre-Shot-Routine ein, die du vor und nach jedem Schlag absolvierst, so wie du es auch auf dem Golfplatz tun wirst. Trainiere, deinen Fokus an den richtigen Stellen zu setzen.

Starte mit Halb- und ¾-Schlägen

Schlag ein paar Halbschläge, ein paar 3/4-Wedge-Schläge, und mach ein paar gute Drehungen in deinen Hüften und Schultern. Dies wird dir helfen, Verletzungen zu vermeiden und deinen Rhythmus für den vollen Schwung aufzubauen. Verschaffe dir ein gutes Gefühl dafür, wo sich der Schläger in deinem Schwung befindet, und kontrolliere ihn während des gesamten Schlags.

Volle Eisenschläge

Sobald du nach etwa 15 Bällen aus den Halb- und ¾-Schlägen etwas aufgewärmt bist, kannst du mit deinem Pitching-Wedge anfangen, einige volle Schwünge zu machen.

Dann ein paar mittlere Eisen, gefolgt von deinen langen Eisen und Hybriden, Hölzern und schließlich deinem Driver.

Wenn du nur 15 Minuten Zeit hast

  • 5 Bälle mit PW – kein Ziel, nur Aufwärmen des vollen Schwungs
  • 5 Bälle mit PW – ziele auf das 100-Meter-Schild (oder je nach deinen individuellen Schlagweiten)
  • 5 Bälle mit Eisen 8 – ziele darauf ab, das 120-Meter-Schild zu treffen
  • 5 Bälle mit Eisen 6 – ziele darauf ab, das 130-Meter-Schild zu treffen
  • 3 Bälle mit Holz 3 – versuche deine reguläre Weite zu erreichen und den Ball gerade in einem Zielbereich zu schlagen
  • 3 Bälle mit Driver – versuche deine reguläre Weite zu erreichen und den Ball gerade in einem Zielbereich zu schlagen

Wenn du mehr Zeit hast

Wenn du deutlich mehr Zeit zur Verfügung hast oder deine letzte Golfrunde schon länger her war, dann schlage ich in der Regel alle meine Schläger der Reihe nach durch. Pro Golfschläger sind das dann 2-3 Bälle.

  • 2-3 Bälle mit LW: Pitch
  • 2-3 Bälle mit SW: Pitch
  • Mit dem PW 2 Bälle Pitchen und 2 Bälle voller Schwung
  • 2-3 Bälle mit Eisen 9 bis 5: Voller Schwung
  • 2-3 Bälle mit Hybrid: Voller Schwung
  • 2-3 Bälle mit Holz: Voller Schwung
  • Mit dem Driver 1-2 Bälle Sicherheitsschwung und 2-3 Bälle mit vollem Schwung

Die Sicherheitsschwünge mit dem Driver sollen dir helfen, den kontrollierten Rhythmus und die Ausgewogenheit zu verstärken.

Ziele bei allen Abschlägen immer auf ein Ziel gemäß deinen individuellen Schlagweiten!

Beachte: Dies ist keine Übungseinheit, in der du an deiner Golfschwungtechnik arbeitest. Es geht nur darum, warm zu werden und herauszufinden, wie du heute schlagen wirst.

Achte besonders auf das Flugbild des Balls. Schlägst du ihn heute richtig weit raus? Hat er heute mehr Slice, als dir lieb ist? Versuche nicht, hier Korrekturen vorzunehmen. Verstehe einfach, wie du heute den Ball triffst. Bereite dich auf diese Flugphasen vor sobald du auf dem Platz bist.

Spiele mental eine Bahn durch

Hast du noch ein paar Rangebälle übrig? Dann kannst du folgende Variante in deine Warm-Up Routine mit einbauen:

Spiele ein paar Löcher in deinem Kopf und wechsle den Schläger von lang auf kurz. Du startest gedanklich an der Tee-Box und spielst dich über das Fairway bis zum Annäherungsschlag an das Grün durch.

  • Abschlag mit dem Driver oder einem Holz
  • Langes Eisen vom Fairway
  • Pitch mit einem Wedge als Annäherungsschlag

Sobald du mit einem Schläger einen guten Schlag erzielt hast, steckst du ihn wieder in die Tasche und wechselst zum nächsten. Das bedeutet, dass dein letzter Schlag mit jedem Schläger ein guter Schlag ist!

Bevor du zum ersten Abschlag gehst

Wenn du dich gut und locker fühlst und dir die Art und Weise, wie du den Ball schlägst, gefällt, solltest du dein Aufwärmen mit dem Schläger beenden, mit dem du den ersten Abschlag schlägst.

Stell dir vor, wie du auf dem ersten Abschlag den gewünschten Schlag durchführst und das gewünschte Ergebnis erzielst. Sobald du einen guten Schlag triffst, hörst du auf. Du bist fertig. Nimm dieses positive Gefühl mit zum ersten Abschlag und wiederhole dann einfach, was du bereits getan hast.

Mentales Aufwärmen beim Golf

Warm-Up Routine: Mentale Vorbereitung

Dies wird häufig versäumt und ist doch so wichtig für die Leistung. Du solltest bereits eine solide Course-Management-Strategie entwickelt haben und dich jetzt darauf konzentrieren, während deiner Runde großartige Golfschläge zu erzielen.

Wenn du vor deinem Abschlag noch etwas Zeit zum totschlagen hast, mach lieber noch ein paar Putts. Aber schlage nicht noch mehr Bälle auf der Driving Range. Du hast bereits ein paar gute Bälle geschlagen, also gib der Negativität keine Chance, sich in deinem Kopf festzusetzen.

Spiele erwartungslos Golf

Hier ist ein weiterer wichtiger Punkt, den du nicht vergessen darfst: Die Art und Weise, wie du den Ball während des Aufwärmens triffst, gibt dir keinen Hinweis darauf, wie du auf dem Platz spielen wirst!

Gewöhne dir an, alle Schläge unvoreingenommen zu beurteilen. Fange auf keinen Fall an, dir selbst eine Lektion beim Aufwärmen zu erteilen. Oder gar an deine Technik zu ändern. Dafür ist das Golftraining da. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ist einer der wichtigsten Gedanken des Tages.

Erwarte nicht, gut zu spielen. Bei gutem Golf geht es darum, die Möglichkeiten zu nutzen und nichts zu erwarten, was das Endergebnis betrifft. Erwartungen erzeugen Druck, und das ist sicherlich etwas, worauf du verzichten könntest.

Einem Score hinterherzujagen, hat normalerweise den gegenteiligen Effekt. Sich auf den Score zu konzentrieren bedeutet, dass du dich auf die Ungewissheit konzentrierst.

Du musst dich auf die Dinge konzentrieren, über die du 100%ige Kontrolle hast.

Das Einzige, worüber du die Kontrolle hast, ist der Prozess des Schlagens guter Golfschläge.

Tourspieler sprechen davon, wie wichtig es ist, sich auf „den Prozess“ zu konzentrieren, anstatt sich in all den Ablenkungen um sie herum zu verfangen (ihr Score, der Score anderer Spieler, was gerade passiert ist und was passieren könnte usw.).

Mache also die Warm-Up Routine zu deinem einzigen Maßstab für den Erfolg an diesem Tag. Wenn du diese Einstellung von Anfang an hast, reduzierst du den Druck und machst gute Ergebnisse viel wahrscheinlicher!

Golf Warm-Up Routine Zusammenfassung

Du hast jetzt jede Menge Gedanken und Tipps für eine ideale Golf Warm-Up Routine erhalten. Ein gutes Warm-Up dauert etwa 30-45 Minuten und ist ideal zur Vorbereitung auf deine Wettkämpfe. Du kannst auch eine Expressversion für den Fall entwickeln, dass dir das Leben in die Quere kommt.

Die wichtigsten Erkenntnisse deiner Warm-Up Routine sollten sein:

  • meinen heutigen Ballflug kennen lernen
  • selbstbewusst Putts einlochen
  • ein gutes Gefühl für die Annäherungsschläge beim Chippen und Pitchen haben
  • einen klaren Fokus für jeden Bereich meines Spiels haben
  • souverän zum ersten Abschlag gehen
Dank Warm-Up Routine souverän zum ersten Abschlag

Ich hoffe, du hast diesen Ratgeber als nützlich empfunden. Was ist deine Warm-Up Routine? Gibt es ein bestimmtes Muster, das du durchläufst? Eine bestimmte Reihenfolge, in der du deine Schläger schlägst? Teile und deine Gedanken in den Kommentaren unten mit!

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