Indoor Putting Training im Winter: So wirst du für 2026 besser

Indoor Putting Training im Winter: So wirst du für 2026 besser

Putten entscheidet über deinen Score. Kein Schlag kommt öfter vor und gleichzeitig wird kaum etwas so planlos trainiert. Im Winter hab ich genau hier angesetzt. Drinnen, ohne Ablenkung, mit klaren Vorgaben.

Ziel ist ein reproduzierbarer Putt. Saubere Startlinie, konstantes Tempo und Sicherheit bei den kurzen Putts, damit du 2026 auf dem Grün besser performst.

Warum Indoor-Putting dein stärkster Hebel im Winter ist

Putts funktionieren anders als lange Schläge. Es geht nicht um Schlägerkopfgeschwindigkeit, sondern um Feinmotorik, Rhythmus und Konzentration. Genau das lässt sich indoor wie im Labor trainieren. Gleiche Bedingungen, gleiche Distanzen, gleiche Abläufe. So schleifst du Bewegungen, statt jedes Mal neu zu raten.

Typische Baustellen, die ich immer wieder sehe:

  • unsaubere Startlinie auf kurzen Putts
  • schwankendes Tempo bei langen Putts (Lagputts)
  • verkrampfte Bewegungen unter 2 m
  • Training ohne klaren Plan

Indoor-Putting nimmt den Zufall raus. Du arbeitest gezielt an Technik und Gefühl, genau das, was später unter Druck zählt.

Die drei Säulen deines Putting-Masterplans

Gutes Putting-Training hat Struktur. Ich teile es in drei Bereiche auf: Startlinie, Tempo und Drucksituation. Jeder Block fordert dich, bleibt aber lösbar. Genau da lernt dein Körper am meisten.

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1. Startlinie stabilisieren

Auf kurzen Putts entscheidet fast immer die Schlagfläche.

Gate-Drill

  • Zwei Tees vor und hinter dem Ball aufstellen, dass dein Putter noch mit etwas Luft durchpasst
  • Ziel ist, den Ball mitting in der Putter Schlagfäche zu treffen und keines der Tees zu berühren
  • 20 Wiederholungen, Fokus auf Treffmoment und Putterschlagfläche
Indoor Putting Training im Winter: So wirst du für 2026 besser

Mit der Zeit merkst du, wie ruhiger der Stroke wird und wie wenig du am Treffmoment denken musst.

2. Tempo kontrollieren

Gutes Tempo spart Drei-Putts und Nerven.

Ladder-Drill

  • Markierungen bspw. bei 1 m, 2,5 m und 4 m bzw. die vorhandenen Markierungen auf deiner Puttmatte
  • Spiele immer einen Ball in die Zielzone
  • Start bei der kurzen Distanz, bei Fehlern wieder eine Zone zurück

Dein Fokus wandert weg vom Loch, hin zur Länge. Genau das brauchst du draußen auf schnellen Grüns.

DIYgolf Tipp: Verwende eine Metronom-App. Je größer die Distanz, desto weiter holst du aus und schwingst durch. Bleibe jedoch immer im Takt. Finde die für dich beste Schläge pro Sekunde (BPM)

3. Drucksituationen simulieren

Putts scheitern selten an Technik, sondern am Kopf.

In-a-Row Drill

  • 1,5 m Distanz
  • Ziel sind 10 gelochte Putts in Folge
  • Jeder Fehlschlag setzt dich wieder auf null
  • Funktioniert perfekt mit dem Putting Cup

Hier lernst du, deine Routine auch dann sauber durchzuziehen, wenn der Puls hochgeht.

Beispiel Wochenplan fürs Indoor-Putting

Kurz, überschaubar und gut neben Job und Familie machbar:

  • Einheit A: Gate-Drill plus Tempoarbeit, ca. 20 Minuten
  • Einheit B: Ladder-Drill, ca. 15 Minuten
  • Einheit C: In-a-Row Drill plus freies Putten, ca. 15 Minuten

Lieber regelmäßig kurz trainieren als einmal pro Woche zu viel.

Equipment sinnvoll einsetzen

Eine Putting-Matte ist kein Spielzeug. Die Rollgeschwindigkeit sollte realistisch sein und der Untergrund sauber. Auch dein Putter spielt eine große Rolle. Loft, Balance und Kopfform beeinflussen Startlinie und Gefühl spürbar.

Wenn du unsicher bist, welcher Typ zu deinem Stroke passt, hilft dir der große Putter Test auf DIYgolf.de weiter.

Mentale Routine fest einbauen

Indoor ist der beste Ort, um eine feste Pre-Putt-Routine aufzubauen:

  • Blick zum Ziel
  • ein Probeputt fürs Tempo
  • klarer Fokus, dann der Stroke

Diese Abfolge nimmst du später genau so mit auf den Platz.

Fazit

Wer im Winter sauber puttet, spart im Sommer Schläge. Mit einem klaren Indoor-Plan baust du Vertrauen auf, das auch unter Druck hält. Technik, Tempo und Kopf greifen ineinander. Genau das sorgt dafür, dass du auf dem Grün ruhiger stehst und den Ball öfter aus kurzer Distanz einlochst.

Das war Beitrag 6 der Serie Fit durch den Winter – dein Vorsprung für die nächste Saison.

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