Saisonstart: Dein 4-Wochen-Countdown-Plan für einen starken ersten Abschlag

Saisonstart: Dein 4-Wochen-Countdown-Plan für einen starken ersten Abschlag

Bald ist es soweit! Die Saison 2026 geht wieder los!

Der Saisonstart passiert nicht einfach so. Er ist das Resultat von dem, an was du im Winter gearbeitet hast. Technik, Fitness, Putting, Sessions am Launch Monitor, all das zahlt jetzt auf einen Moment ein. Deinen ersten Abschlag 2026.

Ich seh jedes Jahr das Gleiche. Viele Golfer kommen schlagen ein paar Bälle auf der Rangem gehen raus auf den Platz und hoffen, dass es schon läuft. Du gehst das anders an.

Jetzt zählt der Transfer. Weg von isolierten Übungen. Hin zur Performance auf dem Platz. Genau hier zeigt sich, ob dein Wintertraining Substanz hat.

Die Struktur dahinter ist kein Zufall. Sie basiert auf klaren Trainingsprinzipien und folgt einem spielnahen Ansatz statt reiner Technikverliebtheit.

Woche 1: Technik stabilisieren unter moderatem Druck

Ausgangslage: Du kommst aus dem Winter mit vielen Wiederholungen. Jetzt geht es darum, Ballkontakt, Low Point und Startlinie zu festigen.

Schwerpunkte

  • Kurzspiel
  • Eisen
  • Driver

Im Kurzspiel legst du die Basis. Up and Downs entscheiden Runden.

Durchführung

  • Up and Down Challenge. Lege 10 Bälle rund ums Grün in unterschiedlichen Lagen (Fairway, Rough, Bunker, etc) aus. Dann ein Annäherungsschlag (Chip, Putt, etc) und ein Putt mit dem Ziel einzulochen. Versuche eine Up and Down Quote von 50 % zu erreichen
  • 9 Fenster Übung mit dem Eisen. Schlage je 1 Ball niedrig, mittel und hoch als Draw, Gerade und Fade
  • 10 Putts in Folge aus 1,5 m, erst wenn alle fallen, ist die Übung beendet

Noch kein Max Speed Training. Kein „mal schauen, wie weit er fliegt“. Du arbeitest an sauberem Treffmoment, stabiler Schlagfläche und klarer Ausrichtung.

Beobachtung: Die Fehlerquote sinkt. Deine Kontakte fühlen sich satt an. Der Ball startet da, wo du es möchtest.

Bewertung: Du gehst vom Technikblock in erste Spielsituationen. Vertrauen baut sich auf, weil du weißt, was passiert, wenn du schwingst.

Woche: Wettkampfnah trainieren

Ausgangslage: Jetzt bringst du Kontext rein. Range-Bälle ohne Ziel bringen dir auf dem Platz wenig.

Durchführung

Statt 20 Bälle mit dem 7er Eisen:

  • Simuliere 9 Löcher auf der Range. Sei ehrlich zu dir selbst und spiele nur die Schläge, die du auch auf der Runde spielen würdest
  • Spiele im Kurzspiel „Worst Ball“. Versuche den schlechter gelegenen Ball einzulochen
  • Setze dir mit dem Driver einen klaren Fairway-Korridor. Triff 7 von 10 Drives in den Korridor

Wenn du mit Daten arbeitest, nutz sie bewusst. Smash Factor, Launch Angle, Spinrate, all das hilft dir bei der Kontrolle. Details dazu findest du im großen Launch Monitore Test.

Typische 90 Minuten Einheit

  • 30 Minuten Performance Putting mit klarer Startlinie
  • 30 Minuten Wedge Distanzkontrolle, z. B. 50 m, 70 m, 90 m
  • 30 Minuten Course Simulation mit kompletter Pre Shot Routine

Beobachtung: Du triffst bewusste Entscheidungen. Schlägerwahl, Zielpunkt, Flugkurve, alles hat einen klaren Plan.

Bewertung: Du trainierst nicht mehr für die Matte. Du trainierst für echte Spielsituationen mit Druck und Konsequenz.

Woche 3: Druck erzeugen

Ausgangslage: Jetzt reduzierst du Volumen und erhöhst Intensität.

Durchführung

  • 18 Loch Putting Turnier gegen dich selbst. Wähle 18 verschiedene Putts (je 6 kurze, mittlere und lange) und versuche jedes Loch mit 2 Putts zu machen.
  • Up and Down Challenge aus Woche 2. Jetzt mit festem Zielscore
  • Driver in den Korridor schlagen, aber nur mit einem Ball pro Versuch, kein Nachschlagen. Wenn du nicht triffst musst du bspw. 10 Liegestütze machen

Ab jetzt zählt jeder Schlag. Du gehst konsequent durch deine Pre Shot Routine. Atmung ruhig, Ziel klar, Probeschwung bewusst.

Beobachtung: Die Nervosität steigt leicht. Genau das willst du. Dein Puls reagiert wie am ersten Tee.

Bewertung: Dein Nervensystem gewöhnt sich an Druck. Der Saisonstart fühlt sich nicht wie ein Kaltstart an, sondern wie eine Fortsetzung.

Woche 4: Feinschliff und Frische

Ausgangslage: Die Basis steht. Jetzt geht es um Frische und Timing.

Reduziere dein Trainingsvolumen um 30 bis 40 %.

Fokus

  • Mobility und dynamisches Warm Up
  • 9 Loch mit Matchplay-Gefühl
  • Kurze, konzentrierte Sessions

Beispiel Woche

  • Montag: 45 Minuten Putting mit klarer Distanzkontrolle
  • Mittwoch: 9 Loch strategisch spielen, bewusst Lay Up oder Attacke entscheiden
  • Freitag: 30 Minuten Wedge Distanzen plus 15 Minuten Driver auf Fairwaybreite

Keine Technikexperimente mehr. Kein Umbau am Griff oder Schwunggefühl.

Beobachtung: Die Schläge fühlen sich frei an. Du gehst mit klarer Strategie an jedes Loch.

Bewertung: Du startest frisch, strukturiert und mit Vertrauen in dein Setup.

Typische Fehler vor dem Saisonstart

  • Zu viel Volumen kurz vor dem ersten Turnier
  • Neue Technikänderungen in letzter Minute
  • Range-Training ohne Ziel
  • Zu wenig Fokus auf Putts und 100 m Scoring Zone

Wenn du einen letzten Equipment-Check machen willst, schau dir die aktuellen Tests an, z. B. den Driver Vergleich oder den ausführlichen Wedge Test. Gerade beim Saisonstart merkst du sofort, ob dein Equipment wirklich noch zu deinem Schwung passt.

Das war Beitrag 7 der Serie Fit durch den Winter – dein Vorsprung für die nächste Saison.

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