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Turnier Aufwärmprogramm von Collin Morikawa: So macht es der Champion

Collin Morikawa gewinnt die British Open 2021 gleich bei seiner ersten Teilnahme. Damit darf er sich Champion Golfer of the Year nennen. Er ist der erste Golfer, dem es gelingt, zwei Major-Turniere im jeweils ersten Anlauf zu gewinnen. Im Vorjahr hatte er bereits bei seinem Debüt die PGA Championship gewonnen. Sein Turnier Aufwärmprogramm muss es also in sich haben.

Sehen wir uns Collins Aufwärmroutine für Turniere an! Es ist übrigens dieselbe Warm-Up Routine, die ihm zu Beginn seiner Karriere geholfen hat, bei 22 PGA-Tour-Events in Folge den Cut zu schaffen.

Das ist das Turnier Aufwärmprogramm

Start auf dem Putting Grün

  • 21 lange Putts

Mit langen Putts zu beginnen ist perfekt, um die Geschwindigkeit des Grüns kennenzulernen. Auch bekommst du damit direkt ein Gefühl für die wichtige Längendosierung beim Putten.

Ich persönlich fange meine Warm-Up Routine auch immer mit dem Putten an. Dadurch stimmst du dein Gehirn und deinen Körper optimal auf eine gleichmäßige Pendelbewegung ein. Zudem bist du vollkommen fokussiert den Ball mit dem Putter in der Mitte zu treffen. Davon profitiert dann auch das weitere Aufwärmen.

Aber sehen wir uns an, wie sich Collin Morikawa weiter aufwärmt. Jetzt geht es nämlich auf die Driving Range!

Ab auf die Driving Range

  • Stretching
  • 16 Bälle mit dem Lob Wedge
  • 9 Bälle mit dem Sand Wedge
  • 5 Bälle mit dem Gap Wedge
  • 5 Bälle mit dem Eisen 8
  • 7 Bälle mit dem Eisen 5
  • 4 Bälle mit dem Holz 5
  • 3 Bälle mit dem Holz 3
  • 2 Bälle mit dem Driver

Auch der zweifache Major Champion weiß, wie wichtig es ist, sich aufzuwärmen. Bevor er auch nur einen Schwung macht, führt er ein kleines Stretching Programm aus. So bereitet er seinen Körper auf die vollen Schläge vor und vermindert das Verletzungsrisiko.

Anschließend beginnt Morikawa – wie vermutlich wir alle mit – mit dem kleinsten Schläger (bei Amateurspielern auch oft das Sand Wedge) und arbeitet sich hoch bis zum Driver.

Mit dem Lob Wedge führt er keine vollen Schläge aus, sondern pitcht auf mit halben oder dreiviertel Schwüngen auf verschiedene Ziele auf der Driving Range (Annäherungsschläge).

Nach jedem Schlag putzt er übrigens die Schlagfläche mit einer Bürste und Schlägertuch! Je mehr Sand/Erde/Rasen am Schlägerblatt klebt, desto weniger Spin wird auf den Ball erzeugt.

Letzte Aktualisierung am 22.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Der nächste Schläger im Aufwärmprogramm ist das Sand Wedge. Damit macht er schon etwas vollere Schwünge. Auch dir würde ich empfehlen die Bälle nicht blind auf die Range zu schlagen sondern dir immer konkrete Ziele auszusuchen, die du anspielen möchtest.

Den Abschluss bei den Wedges bildet das Gap Wedge. Bis hierhin hat er genau 30 Bälle auf der Range geschlagen. Also in der Regel einen Eimer/Korb.

DIYgolf Tipp: Siehe dir dazu auch den Beitrag zu den besten Wedges nach Backspin an!

Erst jetzt beginnt er mit den vollen Schwüngen. Dafür startet er mit dem Eisen 8. Wenn du jetzt meinst, dass er die Bälle einfach nur auf die Range knallt, liegst du falsch. Er setzt seinen Fokus auf die Technik. Dazu stoppt er seine Bewegung etwa im Aufschwung und überprüft die Haltung.

Weiter geht es mit dem Eisen 5, dem Holz 5 und einigen Schlägen mit dem Holz 3 und schließlich dem Driver.

Wenn du dir die Anzahl der Bälle ansiehst, merkst du, dass auch bei einem Pro der Schwerpunkt auf den kurzen Schlägen liegt.

Viele von uns würden vermutlich jetzt zum ersten Tee gehen und darauf warten, dass sie mit dem Driver abschlagen können. Nicht so Collin Morikawa. Es folgen nämlich noch zwei weitere Bereiche.

Jetzt geht es auf den Kurzspielbereich (Chippen & Bunker)

  • 19 Chips an die Fahne
  • 10 Bunkerschläge an die Fahne

Wenn das Grün beim Annäherungsschlag verfehlt wird brauchst du einen guten Chip an die Fahne, um das Par zu retten. Dafür übt Collin noch einige Chips vom Fairway, First Cut und dem Rough.

Auch Pros landen mal im Bunker. Deswegen spielt er noch 10 weitere Bälle aus dem Bunker. Damit bekommt er ein Gefühl für den Sand. Das ist sicherlich auch für uns Amateure ein guter Rat vor einem Turnier. Ich persönlich übe dazu immer ein paar sehr kurze Bunkerschläge (Fahne direkt an der Bunkerkante) und ein paar längere Schläge (Fahne weiter vom Bunker entfernt).

Warum verwendet Collin für sein Warm Up so schiefe Zahlen? Gute Frage! In Summe ergeben sich genau 80 Range Bälle (ohne die Bälle fürs Putting). Vielleicht sind das zwei Körbe je 40 Rangebälle. Zudem vermute ich, dass das keine fixe Anzahl für jeden Schläger ist. Je nach Gefühl und Tagesform wird er sicher einige Bälle mehr oder weniger je Golfschläger spielen.

Das Turnier Aufwärmprogramm ist allerdings immer noch nicht beendet. Zu guter Letzt geht Morikawa nochmal auf das Putting Grün!

Zurück zum Putting Grün

  • Mehr Putts üben

Du siehst, wie enorm wichtig das kurze Spiel ist. Aber genau in diesem Bereich lassen sich auch die meisten Schläge einsparen (siehe dazu auch die DIYgolf Putting Statistik). Keinen Schläger verwendest du öfter als den Putter auf einer Runde.

Erst wenn er sich ein gutes Gefühl erarbeitet hat geht es zum ersten Tee und zum ersten Abschlag.

Ab zum ersten Tee

  • Vor dem Abschlag noch ein paar Luftschwünge

Auf der Teebox führt Collin dann noch einige halbe bzw. dreiviertel Luftschwünge mit dem Driver aus. So wie eigentlich jeder von uns.

80 Bälle für ein Turnier Aufwärmprogramm

Du siehst, dass Collin Morikawa ein durchaus üppiges Aufwärmprogramm hat. Wäre das auch was für dich? Wie sieht dein Aufwärmprogramm aus?

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