Der fette Schlag ist wohl einer der nervigsten Fehlschläge beim Golf. Ein fetter Treffer ist, wenn der Schläger vor dem Kontakt in den Boden einschlägt. Das Resultat: Der Ball fliegt nur wenige Meter…
Deine Hoffnungen, nah an das Loch heranzukommen, schwinden. Es gibt zwar einige Schwungfehler, die dazu führen können, dass du wiederholt hinter dem Ball aufschlägst, aber die gute Nachricht ist, dass viele der Änderungen einfach und leicht umzusetzen sind.
Schau dir diese sechs schnellen Tipps an, um deinen Kontakt zu verbessern und nicht mehr vor dem Ball auf den Boden zu schlagen.
Problem 1: Die Ballposition ist zu weit vorne
Die meisten Golfschläge mit den Eisen werden aus der Mitte deines Stands gespielt. Wenn der Ball zu weit vorne liegt, erreicht dein Schwungbogen seinen tiefsten Punkt, bevor dein Golfschläger den Ball trifft.
Schnelle Lösung: Leg den Ball etwas näher in die Mitte deines Setups (für die meisten Eisen) und schau, ob das hilft, damit du nicht hinter den Ball triffst.
Problem 2: Zu viel Gewicht auf dem hinteren Fuß beim Ansprechen
Das passiert oft bei Eisenschlägen. Viele wechseln nicht richtig vom Driver-Setup ins Eisen-Setup und stehen dann mit 55 bis 60 Prozent Gewicht auf dem hinteren Fuß.
Beim Treffmoment ist es dann zu spät, das Gewicht noch nach vorne zu bringen. Du bleibst hängen und triffst den Boden vor dem Ball.
Schnelle Lösung: Bei Eisenschlägen solltest du das Gefühl haben, mit 55 Prozent deines Gewichts auf dem vorderen Fuß zu beginnen. Versuche, dieses Gewicht während des gesamten Schlags beizubehalten. So kannst du dich gut drehen und triffst den Ball zuerst.
Problem 3: Aufrichten bzw. „Aufstehen“ während des Abschwungs
Wenn du dich im Abschwung zu früh aufrichtest, fällt der Schläger nach unten und du triffst zuerst den Boden statt den Ball. Das merken viele erst, wenn sie ihren Schwung auf Video sehen.
Wenn du glaubst, dass das bei dir der Grund sein könnte, dann film dich selbst und schau dir den Schwung in Zeitlupe an – so siehst du sofort, ob du im Abschwung zu früh hochkommst. Das sieht auf Video so aus, als würdest du aufstehen bzw. dich aufrichten.
Schnelle Lösung: Halte deine Haltung und den Spine-Angle bis durch den Treffmoment. Das kannst du gut vor dem Spiegel üben. Eine gute Übung ist die folgende: Stelle einen Range-Eimer etwa eine Handbreit hinter deinen vorderen Unterschenkel. Versuche im Abschwung, den Eimer leicht mit der Wade zu berühren. Wenn du das richtig machst, richtest du dich nicht zu früh auf.
Problem 4: Fehlende Vorwärtsneigung (Shaft Lean) des Schafts
Die Vorwärtsneigung des Schafts sorgt dafür, dass du den Ball zuerst triffst. Natürlich kann man das auch übertreiben, was wiederum die Flugkurve und Konstanz beeinflusst.
Fehlt dir aber diese Vorwärtsneigung, kommt oft die „Flip-Bewegung“ ins Spiel – die Handgelenke brechen weg und du versuchst den Ball mit einer Schaufelbewegung in die Luft zu bekommen.
Schnelle Lösung: Schau dir im Setup deine Handposition an. Die Hände sollten mindestens in einer Linie mit dem Ball sein, niemals dahinter. Ein gutes Gefühl bekommst du mit Punch Shots und kurzem Finish – so lernst du, die Vorwärtsneigung zu halten und eine bessere Treffposition zu erreichen.
Wenn du deine Ballkontakte langfristig verbessern willst, schau dir auch unseren großen Eisen-Test an.
Problem 5: Den Abschwung mit dem Oberkörper starten
Der Abschwung sollte niemals vom Oberkörper eingeleitet werden. Wenn du mit dem Unterkörper startest, bleibt der tiefste Punkt deines Schwungs stabil und du triffst den Ball eher in der Mitte des Schlägerblatts. Startest du dagegen mit dem Oberkörper, verlierst du Power und kommst oft mit dieser „Over-the-top“-Bewegung von außen an den Ball.
Schnelle Lösung: Starte den Abschwung mit einer Gewichtsverlagerung über den Unterkörper. Gute Übungen dafür sind ein kurzer Stopp oben am Ende des Rückschwungs oder der Pump-Drill, bei dem du bewusst spürst, wie sich dein Gewicht zuerst auf den vorderen Fuß verlagert.
Problem 6: Übermäßige Drehung der Hüften
Achte darauf, die Hüften im Abschwung nicht zu stark zu drehen. Eine übermäßige Drehung der Hüften kann das Timing stören und den Tiefpunkt des Schwungs nach hinten verschieben.
Schnelle Lösung: Mach am höchsten Punkt deines Rückschwungs eine kurze Pause. So kannst du dich auf die Gewichtsverlagerung konzentrieren, ohne etwas zu überstürzen oder die Hüften zu weit nach vorne zu bringen.
Videotipp zum Thema fette Treffer
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